Herstellungsverfahren

Modernste Gusstechnik für die besten Ergebnisse

Sandguss

Beim Sandguss wird zunächst ein Modell nach vorgegebenen Zeichnungen erstellt. Dieses wird in einer Sandform abgeformt und aus der Sandform aus Ober- und Unterteil entfernt. Zur Herstellung von Hohlkörpern werden sogenannte Kerne eingelegt. Die beiden Hälften (meist in einem Kasten) werden zusammengesetzt und der Hohlraum, der dem zu fertigenden Bauteil entspricht, mit dem geschmolzenen Werkstoff ausgegossen. Schwindungen, die beim Abkühlvorgang entstehen, werden durch 0,5-2,5 % größer dimensionierte Modelle ausgeglichen. Sehr wichtig sind dabei die Ein- und Austrittskanäle. Das flüssige Metall wird über die Eintrittskanäle (Speiser) in die Sandform gegossen. Die Austrittskanäle erleichtern das Entweichen der Gase. Dies ist notwendig, um Gussfehler zu vermeiden. Nach dem Erstarren des Gusskörpers wird der Sand entfernt und der Guss weiterverarbeitet.

Werkstoffe: Stahl und Edelstahl, Eisenwerkstoffe und NE-Metalle

Feinguss

Unter Feinguss versteht man die Herstellung von meist kleinen Gussteilen. Feinguss hat eine bessere Kontur als Sandguss und hat höhere Maßgenauigkeit und Oberflächenqualität. Oft wird eine spanende Bearbeitung eingespart. Mit speziellen Werkzeugen werden Wachslinge hergestellt, die die zu gießenden Bauteile genau darstellen. Diese Wachslinge werden in mehreren Schichten mit Sand und Bindemittel hergestellt, getrocknet und danach das Wachs unter Temperatur aus der Keramik ausgeschmolzen. Nach einer genau vorgegebenen Weise werden die Formen getrocknet. Der Abguss erfolgt in die hohlen Keramikformen. Nach dem Abkühlen werden die Keramikformen entfernt und der Guss weiterverarbeitet.

Werkstoffe: Stahl und Edelstahl

Kokillenguss

Das Kokillengießverfahren ist ein Gießverfahren, bei dem die flüssige Schmelze über eine Öffnung in eine Kokille gegossen wird. Der Hohlraum der Kokille entspricht der negativen Form des Gussteils. Die Schwerkraft der Schmelze ist ausreichend, um den Hohlraum zu füllen. Meist wird Aluminium, aber auch Stahl, vergossen. Ein porenarmer Guss mit guter Oberfläche wird mit diesem Verfahren erreicht.

Werkstoffe: Stahl und Edelstahl, Eisenwerkstoffe und NE-Metalle

Maskenformguss

Die extra herzustellenden Formmaskenhälften aus Quarzsand, Bindemittel und Härter werden mithilfe von Heißkleber verbunden. Die Masken werden auf ein Sandbett gelegt und das flüssige Metall eingegossen.

Werkstoffe: Stahl und Edelstahl

Druckguss

Druckgießen ist ein Verfahren für die Serien- oder Massenproduktion. Hierfür kommen in der Regel Legierungen mit niedrigem Schmelzpunkt zum Einsatz, z. B. NE-Metalle.

Der Gießvorgang erfolgt unter hohem Druck von ca. 10 bis 200 MPa und mit einer sehr hohen Formfüllgeschwindigkeit. Die Druckgussform ist ein dauerhaftes Werkzeug, das für sehr große Mengen geeignet ist.

Werkstoff: Aluminium in den verschiedensten Legierungen

Schmiede / Umformtechnik

Beim Schmieden wird ein Werkstoff erhitzt und durch Druck umgeformt. Man unterscheidet Freiformschmieden und Gesenkschmieden. Beim Gesenkschmieden wird ein Werkzeug/ Gesenk verwendet, um auch schwierige Konturen herstellen zu können. Wegen der zusätzlichen Kosten für Gesenke wird dieses Verfahren meist nur für größere Stückzahlen angewendet.

Werkstoffe: Stahl und Edelstahl, NE-Metalle

Bearbeitung

Zur Erreichung von genaueren Maßen und Oberflächen werden Guss- und Schmiedeteile meist auch bearbeitet. Je nach Bauteil, Anforderungen und Stückzahlen werden die unterschiedlichsten Methoden und Maschinen angewendet.

Bearbeitungsmethoden: Drehen, Fräsen, Bohren, Hobeln, Schleifen, Reiben u. v. m.

Für kleinere Stückzahlen und weniger komplexe Bauteile werden mehrheitlich konventionelle Maschinen eingesetzt. Bei höheren Stückzahlen kommen CNC-Maschinen zum Einsatz. Komplexe und in Bezug auf Form-Lagetoleranzen sehr anspruchsvolle Teile werden auf Bearbeitungszentren hergestellt.

Kontakt

Haben Sie Fragen?

Zum Kontakt